| Majutsushi ( @ 2005-02-10 12:46:00 |
| Current mood: |
(kopiert von http://www.goof.com/pcg/marc/)
[Aus: Psychologie heute, 10/2003, über einen Artikel von Rentfrow/Gosling,
Journal of Personality and Social Psychology 6/2003]
Fans von reflexiven und komplexen Musikstilen wie Klassik, Blues, Jazz und
Folk sind offen, tolerant und machen gerne neue Erfahrungen. Sie halten
sich für intelligent - und sind es auch. Außerdem können sie gut mit
Worten umgehen, schätzen das schöne. haben eine starke Vorstellungskraft
und sind politisch liberal eingestellt. Sie sind häufig etwas unsportlich
und wollen andere nicht dominieren.
Anhänger von intensiven und rebellischen Musikrichtungen wie Heavy Metal,
Rock und alternativer Musik sind offen für Experimente. Sie halten sich
außerdem für intelligent, eloquent und sportlich. Obwohl die Musik, die
sie bevorzugen, vorwiegend negatives ausdrückt, scheint dies nicht auf
sie abzufärben: Sie sind weder neurotischer noch unverträglicher als die
Fans anderer Musikrichtungen. Darüber hinaus sind sie wissensdurstig,
risikobereit und körperlich aktiv.
Beschwingt und konventionell. So bezeichnen Rentfrow und Gosling
Popsongs und Schmusehits, Countrymusik, Filmmusik und religiöse Musik
(Spirituals, Gospels, Kirchenlieder). Wer diese Musik gerne hört, ist ein
umgänglicher Zeitgenosse: Er geht gern aus sich heraus, ist verträglich,
fröhlich, zuverlässig, hilfsbereit und gewissenhaft. Seine Einstellungen
sind eher konservativ, Beredesamkeit und Offenheit sind nicht seine
Stärken. Dafür hält er sich aber für attraktiv und vor allem für
sportlich.
Wer sich für energetische und rhythmische Musik begeistern kann (Rap,
Hip-Hop, Soul, Funk, Electronica) trägt sein Herz auf der Zunge. Er
ist umgänglich, quirlig, liberal eingestellt, extravertiert und ein
wenig eitel: Er hält sich für attraktiv und sportlich. Konservatives
Gedankengut und Dominanz über andere liegen ihm hingegen fern.
Die besten verbalen Fähigkeiten haben die Angehörigen der ersten beiden
Gruppen. Am wenigsten beredt ist die dritte Gruppe. An analytischem
Verstand mangelt es vor allen den Musikhörern der vierten Gruppe.
während die erste Gruppe, gefolgt von der zweiten, am meisten davon
vorzuweisen hat.
"Die intelligenteste Gruppe bevorzugt die komplexeste Musik", sagen die
Forscher.